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Dass es in Australien nicht immer schön und heiss ist, haben wir in der vergangenen Zeit erlebt.
Doch bevor das Wetter sich veränderte, genossen wir insgesamt fünf Tag an der Coral Bay. Diese Bucht bietet wunderschöne Strände, Korallenriffe und beheimatet viele Riffhaie und Rochen. Da die Strömung nur mässig und das Wasser etwas weniger kalt war, als im Cape Range NP konnten wir unsere Schnorchelausrüstung doch noch wunschgemäss einsetzen und sahen unzählige wunderschöne, bunte Fische. Während mehreren Spaziergängen / Wanderungen entlang der Strände konnten wir unzählige Stingrays (Stachelrochen) und Haie beobachten.
Am 19.09. fuhren wir dann via Carnarvon, welches vor allem vom Frucht- und Gemüseanbau lebt, weiter in die riesige Shark Bay. Auf der Fahrt dorthin windete es sehr stark, so dass wir max. 80 Km/h schnell fahren konnten, um nicht von einer Windböe erfasst zu werden. Zudem begann es relativ stark zu regnen und die Temperaturen sanken in einen ungemütlich kühlen Bereich. Die eigentlich wunderschöne Shark Bay präsentierte sich somit von ihrer schlechteren Seite und wir verbrachten notgedrungen viel Zeit auf dem Caravan Park. Zufälligerweise trafen wir dort auf ein anderes Schweizer Reisepaar aus dem Kanton Bern, welches, wie sich zeigte, gemeinsame Bekannte hat (die Welt ist manchmal ein Dorf). So konnten wir die Zeit trotzdem geniessen und erfuhren, dass die Reiseroute der Beiden (Nicole & Stefan) erstaunlich viele Parallelen zu unserer aufweist.
Trotz einer Wetteraufhellung, blieb es nun kühler und nach Sonnenuntergang wurde es sogar richtig kalt. Von nun an werden wir die Badehosen wohl etwas weniger häufig benutzen können, da der australische Frühling im Süden deutlich kühler ist als im Norden.
Am 23.09 besuchten wir das nahe gelegene Monkey Mia, wo man sich bis auf wenige Schritte an frei lebende Delfine annähern kann, die täglich von Rangern gefüttert werden. Obwohl das Ganze ein grosser Touristenmagnet ist, genossen wir das Spektakel. Anschliessend reisten wir weiter nach Kalbarri und den angrenzenden Nationalpark. Da Nicole & Stefan dasselbe Etappenziel hatten, unternahmen wir am 24.09 gemeinsam eine längere Wanderung, welche uns durch eine beeindruckende Schlucht führte.
Am nächsten Tag verabschiedeten wir uns (bis auf weiteres) von den Beiden, da sie bereits wieder weiter fuhren. Bevor uns unser Weg auch weiter Richtung Perth führte, besuchten wir noch einige Aussichtspunkte entlang der imposanten Klippen von Kalbarris Küste. Uns boten sich atemberaubende Panoramen. Nach einer rund 600 Km langen Fahrt kamen wir dann im Yanchep NP an. Obwohl Koalas eigentlich nur im Osten leben, konnten wir hier einige Exemplare sowie unzählige Kangoroos beobachten.
Am 27.09. fuhren wir dann nach Fremantle, einem direkt am Meer gelegenen Vorort von Perth. Dort besuchten wir im Nieselregen einen der beiden Stadtmärkte, welcher uns sehr gefiel. Da soeben die lokalen Schulferien begonnen hatten, stiegen die Preise für Caravan Parks ins ungemütliche, so dass wir am darauffolgenden Tag weiter in den Süden, weg von Perth fuhren.
Der südwestlichste Teil von Australien ist ein berühmtes Weinanbaugebiet und gleichzeitig ein wahres Surfermekka. Wir besuchten nun einige Küstenstädtchen wie Mandurah, Bunbury, Busselton und sind nun in Margaret River angelangt, wo wir wieder etwas länger bleiben wollen.

Liebe Grüsse
NuR