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Am 28.11. hiess es für uns früh aufstehen, um in Wellingtons Hafen rechtzeitig auf die Fähre zu gelangen. Die rund 3 ½-stündige Schifffahrt bei Sonnenschein war ein schönes Erlebnis und wir trafen auf alte Bekannte in Bestform: Die berüchtigten Westwinde, welche uns schon in Wellington zu schaffen gemacht hatten, fegten in gewohnter Manier über das Schiffdeck und so hiess das Motto für uns „Kamera und Reling festhalten!“. Angekommen auf der Südinsel durchwanderten wir am nächsten Tag den letzten Abschnitt des bekannten Queen Charlotte Tracks, welcher uns bei bestem Wetter eine wunderschöne Aussicht auf die Marlborough Sounds (Fjorde) bot. Von dort aus reisten wir weiter in die Stadt Nelson und schliesslich zum Abel Tasman Nationalpark, einem der beliebtesten (und somit auch am meisten besuchten) NP Neuseelands. Die Fahrt mit dem Wassertaxi und die Wanderung zurück zum Ausgangspunkt entlang der malerischen Küste, den goldenen Sandstränden und des türkisblauen Wassers haben uns sehr gut gefallen.
Tags darauf reisten wir weiter zum nördlichsten Punkt der Südinsel, zum Farewell Spit und dem Wahariki Beach. Der Spaziergang durch die riesigen Sanddünen, gewaltigen Klippen und bei deutlich weniger Touristen war einmalig. Zudem sichteten wir wieder einige Seehunde, welche sich auf Felsvorsprüngen ausruhten. Bevor wir weiter an die Ostküste nach Kaikoura reisten, machten wir noch einen Zwischenstopp in Tanaka, wo die offiziell klarsten Quellen der Welt entspringen (die Berührung mit dem glasklaren Wasser ist verboten!) und unternahmen eine kurze Wanderungen zu den versteckten, imposanten Wainui Falls.
Das Küstenstädtchen Kaikoura liegt direkt an einer Peninsula (Halbinsel) an der Ostküste. Das seichte Schelfmeer fällt einige 100 Meter vor der Küste steil ab und wird dann schnell über 1000 Meter tief. Dies begünstigt verbunden mit den optimalen Meeresströmungen eine grosse Vielfalt und Anzahl an Meerestieren und -Vögeln. Bereits unterwegs auf der Küstenstrasse nach Kaikoura konnten wir unzählige Seehunde und sogar einige Delfine beobachten.
Auch wir entschlossen uns von Kaikoura aus nochmals eine Whale Watching Tour zu unternehmen. Trotz den vielen Touristen lohnte sich der Ausflug. Nebst mehreren gesichteten riesigen Pottwalen und Albatrossen wurde unser Boot mehrere Minuten lang von einem riesigen Delfinschwarm begleitet.
Nach insgesamt 4 Tagen in Kaikoura genossen wir am 10.12 bei regnerischem Wetter ein Bad bei den Thermalquellen von Hanmer Springs. Unsere Reise führt uns nun weiter südwärts in die grösste Stadt der Südinsel nach Christchurch.

Liebe Grüsse
NuR